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Die Natur als Vorbild.

Biomethan, auch Bioerdgas genannt, unterscheidet sich rein chemisch gesehen kaum von Erdgas. Beide Gase bestehen hauptsächlich aus Methan (CH4). Anders als Erdgas stammt Biomethan aber nicht aus fossilen Quellen, sondern wird aus Biogas gewonnen, welches sich in Biogasanlagen aus den unterschiedlichsten organischen Substraten, wie nachwachsenden Rohstoffen, Gülle oder organischen Abfällen, produzieren lässt.

Biogas besteht jedoch nur zu ca. 54 Prozent aus energetisch hochwertigen Methan, den Rest bilden hauptsächlich Kohlendioxid (CO2), Schwefelwasserstoff (H2S), Stickstoff (N2), Sauerstoff (O2) und Wasserstoff (H2). Durch eine spezielle Aufbereitung des Biogases ist es aber möglich, das Methan abzutrennen, welches sich anschließend ebenso flexibel einsetzen lässt wie Erdgas, in dem man es zum Beispiel in das öffentliche Gasnetz einspeist und dezentral verwertet.

In derzeit üblichen Biogasanlagen wird Biogas in den meisten Fällen direkt am Ort seiner Entstehung (nämlich an der Biogasanlage) in einem sogenannten Blockheizkraftwerk verstromt. Die dabei auch entstehende Wärme kann bislang nur durch einen Wärmeabnehmer in direkter Nähe genutzt werden.

Durch die Einspeisung von Biomethan im bereits vorhandenen Erdgasnetz ist eine perfekte Transportmöglichkeit gegeben. Aus diesem Grund lässt sich Biomethan wesentlich effizienter als Biogas nutzen und eine Verwertung muss nicht länger in der Nähe der Biogasanlage erfolgen.

Biomethan hat nicht nur ökonomischen sondern auch enorme ökologische Vorteile. Das bei der Produktion von Biomethan frei werdende Kohlendioxid stammt nicht aus fossilen Lagerstätten, sondern wurde zuvor aus der Atmosphäre gebunden, die Herstellung ist somit CO2-neutral.

Landwirtschaftliche Biogasanlage in Niedersachsen

Gasaufbereitungsanlage in Könnern (Sachsen-Anhalt)