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Nordmethan erweitert Anlagenportfolio

Biogasspezialist übernimmt 1,8MW Biogasanlage in Brandenburg 

Die Nordmethan GmbH, ein Unternehmen der WELTEC-Gruppe, hat im Juni eine weitere Biogasanlage in Rahmen eines Asset Deals übernommen. Neben vier Biomethanparks und der im Januar 2016 erworbenen Biogasanlage in Falkenhagen, gehört nun auch die 1,8-Megawatt-Anlage im brandenburgischen Jüterbog zum Portfolio der Firmengruppe.

Die Anlage Jüterbog im Landkreis Teltow-Fläming wurde im November 2008 in Betrieb genommen und verfügt über eine elektrische Leistung von 1,8 Megawatt. Auf dem rund sechs Hektar großen Areal stehen ein Güllevorlager, drei Fermenter, zwei Nachgärer und vier Gärrestlager. Als Substrate werden ausschließlich nachwachsende Rohstoffe und landwirtschaftliche Reststoffe aus der nahen Umgebung genutzt. Die Nordmethan wird diese Lieferkontrakte auch zukünftig aufrechterhalten. „Die Partnerschaft zu den regionalen Landwirten ist uns sehr wichtig. Auch an unseren anderen Standorten zeigt sich, dass dies ein Erfolgsfaktor ist“, erklärt Jens Albartus, Geschäftsführer der Nordmethan GmbH.

Ebenso die drei Mitarbeiter, die die Anlage seit der Inbetriebnahme technisch betreuen, werden von der Nordmethan übernommen. „Die Biogasanlage wurde in der Vergangenheit gut geführt. Wir bringen nun unsere langjährige Erfahrung und unser ganzes Wissen ein, um die Anlage in Zukunft noch effizienter zu betreiben“, skizziert Albartus die Zukunftspläne. Zudem gibt es bereits Überlegungen für einen Ausbau des Wärmenetzes. Bislang werden nur rund 60 Prozent der nutzbaren Wärme für den eigenen Bedarf und das örtliche Fernwärmenetz verwendet. Um die thermische Leistung der Anlage komplett auszuschöpfen, soll eine Klärschlammtrocknung auf dem Betriebsgelände installiert werden.

Mit dem Kauf der Anlage in Jüterbog produziert die Nordmethan nun an bundesweit sechs Standorten etwa 82,5 Millionen Kubikmeter Biogas pro Jahr. Rund 80% davon werden zu Biomethan veredelt und in das Erdgasnetz eingespeist. Das restliche Biogas wird direkt vor Ort an den jeweiligen Produktionsstandorten in Blockheizkraftwerken (BKHW) genutzt, um Strom und Wärme zu gewinnen.